Samstag, 6. Mai 2017

Slow Food - Mühlviertler Leinölerdäpfel

Die Supermarktregale laufen über von Fertigprodukten und Co - noch mehr Convinience und noch mehr Konservierungsstoffe bitte! Aber die Nachfrage steuert ja bekanntlich das Angebot...Ich glaube, dass viele Konsumenten ganz einfach nicht wissen oder zu wenig informiert sind über den "Müll" in ihrem Einkaufswagerl schmeißen...  Zum Glück gibt es aber eine Gegenbewegung und immer mehr Leute entscheiden sich ganz bewusst gegen "unechtes" Essen mit Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern und genmanipuliertem Hintergrund. Da ist es kein Wunder, dass Slow Food immer mehr an Bedeutung erlangt. Mein Slow Food Beitrag für heute sind Mühlviertler Leinölerdäpfel.

Slow Food: Leinölerdäpfel My Kitchen Logbok by Marlene Grünzweil















Was ist Slow Food eigentlich?


Slow Food ist eine Lebenseinstellung und die Philosophie die Lebensmittel und ihren Ursprung wertzuschätzen. Das Thema Verantwortung läuft mit Slow Food Hand in Hand. Die Artenvielfalt und Biodiversität zu erhalten und zu unterstützen ist dabei primäres Ziel. 

Eine gesunde Lebenseinstellung


Slow Food ist eine Lebenseinstellung, die ich als Mama von zwei Kindern auch ganz bewusst versuche zu leben. Faire und saubere Lebensmittel sind ein entscheidender Bestandteil von einem gesunden Leben und steigern die Lebensqualität. Man fühlt sich einfach besser, wenn man den ganzen Industriemüll weglässt, selbst den Kochlöffel schwingt und hochwertige Lebensmittel verarbeitet. Außerdem schmeckt es einfach besser und man hat ein gutes Gefühl dabei.
Ja zugegeben, dass ist nicht immer leicht und auch mit "Arbeit" verbunden - die sich für mich nicht nach Arbeit anfühlt. Ich versuche so gut es geht saisonal zu kochen und regional einzukaufen. Aber manchmal hat man eben auch mal Gusto auf Lebensmittel, die gerade nicht Saison haben. Mir ist es wichtig, dass ich mir selbst keinen Zwang auferlege, aber mich großenteils an der Slow Food Philosophie orientiere, bewusst einkaufe, frisch koche, etc...
Immer mehr Menschen dazu, Lebensmittel und ihren Ursprung wieder mehr wertzuschätzen und "gesünder" zu leben. DIY (Do it Yourself) ist voll im Trend: Brotbacken und Co sind wieder en Vouge und Instagram und ähnliche Plattformen sind das Mekka für alle Hobby-Bäcker und Hobby-Köche, die sich mit Slow Food auseinandersetzen. Es gibt mittlerweile sooo viele Menschen die sich Gedanken um ihr Essen machen und wo es herkommt. In Kärnten gibt es beispielsweise die erste Slow Food Travel Region der Welt. Dort können Urlauber regionalen Lebensmittelhersteller über die Schulter schauen, selbst Brotbacken, Käse herstellen, Bier brauen und interessante Slow Food Kochseminare besuchen. Es scheint so als sehnen sich viele wieder nach dem Echten und Ursprünglichen...
Slow Food Infografik















































Mein Slow Food Rezept: Mühlviertler Leinölerdäpfel


Leinölerdäpfel sind etwas ganz Typisches für die Region Mühlviertel, wo ich wohne. Meine Oma hat es noch als "Arme-Leute-Essen" gekannt, aber mittlerweile sind die Leinölerdäpfel wieder fester Bestandteil auf den heimischen Speisekarten... und meine Kinder Xaver und Mia lieben sie auch! Über die Leinölerdäpfel kommt immer frisches, kaltgepresstes Leinöl, das ist besonders gesund, weil es reich an Omega-3 Fettsäuren ist.


Mühlviertler Leinölerdäpfel mit frischer Kresse



Zutaten für Leinölerdäpfel

1 kg Erdäpfel von meinem Schwager
1 Zwiebel
250 ml Milch
Ein Stück Butter
Etwas Leinöl vom Steyl Biohof
1/2 TL Salz
Kresse, oder Kräuter zum Betreuen

So werden Leinölerdäpfel gemacht

Zuerst Erdäpfel kochen, schälen und feinblättrig schneiden. Danach Zwiebel, schälen, klein schneiden und in Butter glasig anrösten. Dann mit Milch aufgießen und Salz hinzugeben. Jetzt kommen die fein geschnittenen Erdäpfel dazu. Das Ganze wird nun 5 - 10 Minuten eingekocht. Serviert mit kaltgepresstem Leinöl und frischer Kresse oder Kräuter schmecken die Leinölerdäpfel einfach fabelhaft.
Mahlzeit!



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